Kaufkraft

Unter Kaufkraft wird die Geldmenge bezeichnet, die ein Privathaushalt zur Verfügung hat.  Es handelt sich also um das Nettoeinkommen abzüglich Tilgung, Miete, Ratenzahlungen oder sonstiger regelmäßiger Zahlungsverpflichtungen. Bei dem Nettoeinkommen werden auch Kapitalerträge oder Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung berücksichtigt. Die  Datenerhebung kann sich sowohl auf die monatliche als auch auf die jährliche Kaufkraft beziehen.

Kaufkraft entscheidend für die Konsumgüterindustrie

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berücksichtigt nicht nur die Kaufkraft der einzelnen Personen, sondern auch die Kaufkraft für bestimmte Regionen.  Der Durchschnittswert der regionalen Kaufkraftkennziffer liegt dabei bei 100.

Kaufkraftindex für einzelne deutsche Städte

Stadt Kaufkraftindex
Berlin 94,84
Hamburg 111,88
München 136,70

Daten: Wikipedia Stand März 2006

Die Kaufkraft einer bestimmten Region, dient der Konsumgüterindustrie als wichtige Entscheidungsgrundlage für Produktions- und Expansionspläne.  Allerdings, gibt es bei den ermittelten Daten auch ein kleines Problem. Es handelt sich um Durchschnittswerte. Wenn wir uns das Beispiel München ansehen.

So stellen wir fest, dass München einen Kaufkraftindex von 136,70 hat. Das bedeutet, dass in dieser Region Menschen leben, die ein relativ hohes Einkommen haben. Dieses Einkommen könnte theoretisch gesehen für Konsum verwendet werden. Meist ist es aber so, dass die Menschen die ein überdurchschnittliches Einkommen haben auch überdurchschnittlich sparen. Das Geld steht also für dem Konsum nicht zur Verfügung.

Kaufkraft : Wert einer Währung
Die Kaufkraft kann auch den Wert einer Währung zu einer anderen Währung bezeichnen. Dafür gibt es  den schönen Big-Mac-Index, da der Big-Mac in allen Ländern gleich herstellt wird müsste er in allen Ländern gleich viel kosten.  Das ist aber nicht der Fall. So kostet der Big-Mac in Amerika 3,57 Dollar im Durchschnitt und in Europa 4,62 Dollar im Durchschnitt.
Quelle: Wikipedia Big-Mac-Index

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