Aktie

Welche Verzinsung bekommen Sie aktuell auf dem Sparbuch? Meist sind es 1%. Nicht gerade wirklich viel. Auf Dauer gesehen, ist eine Anlage in Aktien unschlagbar. Das Risiko eines Verlustes oder Teilverlustes ist natürlich gegeben.

Andre Kostolany hat in seinem Buch “Börsenpsycholgie” geschrieben:

Wenn man sich eine Aktie gekauft hat, sollte man anschliessend in eine Apotheke gehen und sich Schlaftabeltten kaufen. Nach ein paar Jahren sollte man sich dann die Aktie wieder ansehen und sich über satte Kursgewinne freuen.

In der heutigen Zeit ist das sicherlich nicht mehr ganz so ratsam. Die Aktien unterliegen einer wesentlich stärkeren Volatilität – Schwankung – als früher.

Von 2006 bis Mitte 2007 gab es eine regelrechte Börsenralley. Der DAX* ist um über 40 % auf über 8000 Punkte gestiegen. Durch die Finanzkrise ist der DAX* innerhalb von wenigen Monaten auf unter 3750 Punkten gefallen. Durch diese hohen Schwankungen sind Aktien auch nicht für die kurzfristige Anlage gedacht.

Neben den Spekulationsgewinnen bringt eine Aktie auch Dividendenerträge.  Natürlich können die Dividendenerträge auch mal ausfallen, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlechter geworden sind oder der Bilanzgewinn ausgefallen ist. Am Tag nach der Dividendenausschüttung wird die Dividende vom Aktienkurs abgezogen. Die Aktie wird dann mit dem Zusatz exD gehandelt. Meist wird dieser Abschlag aber innerhalb von kurzer Zeit wieder aufgeholt.

Vorzugsaktien vs. Stammaktien
Die Aktien können in 2 große Gruppen eingeteilt werden. Vorzugsaktien und Stammaktien. Die Vorzugsaktie bietet dem Aktionär in 99 % der Fälle eine höhere Rendite. Dafür muss der Aktionär den Nachteil der Stimmrechtslosigkeit in Kauf nehmen. Wer bei der Hauptversammlung nicht gerade große Worte schwingen will, kann diesen Nachteil gern hinnehmen.  Einen entscheidenden Nachteil hat die Vorzugsaktie allerdings.

Nehmen wir einmal an, das Unternehmen soll durch eine “feindliche Übernahme” aufgekauft werden. Dann sind dem Aufkäufer die Besitzer von Vorzugsaktien ziemlich egal, da diese kein Stimmrecht besitzen und gegen die “feindliche Übernahme” keinen Einspruch einlegen können. Die Besitzer der Stammaktien können hingegen auf ein gutes Angebot hoffen.

Von Bullen und Bären
Ein Boot in Südfrankreich, ein Haus in St. Moritz, eine Luxusimmobilie oder was immer das Herz begehrt. Könnten Sie sich leisten, wenn… Ja, wenn Sie die Aktienkurse voraussagen könnten. Die beiden Tiere sind mit dem Auf und Ab der Kurse verbunden. Der Bulle steht für einen Stier der in die Börsenarena einbricht und alles auf die Hörner nimmt und die Kurse nach oben schleudert. Wer an steigende Kurse glaubt, ist “bullish”. Der Bär steht dabei für fallende Kurse. Er drückt mit seinen großen Tatzen die Kurse nach unten. Die Pessimisten, die also an fallende Kurse glauben sind “bearish” eingestellt.  Die Suche nach den Kurse von morgen bleibt die ewige Gretchenfrage.

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Hinweise
* Der DAX ist ein Produkt und eingetragene Marke der Deutsche Börse AG.

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