Auf dem Aktienpaket ausruhen?

März 13, 2013 in Aktien, Gastartikel

Artikel von Olga Lvova

Auf seinem Aktienpaket ausruhen kann sich nur derjenige, der auch ein wirklich großes Paket geschnürt hat – am Besten man hat auch gleich noch den traditionellen Sparstrumpf unter der Matratze. Denn von Aktien zu leben ist für den normalen Mitbürger nicht möglich. Selbst mit Aktien konsequent Gewinn zu machen zahlt sich nur in den seltensten Fällen für private Anleger aus, egal mit welcher Aktienstrategie er sich daran macht.

Studie widerlegt Möglichkeiten der Aktienanlagen nur bedingt

Eine groß angelegte Studie Warentest.de scheint zu belegen, dass die Hoffnung darauf, aus Aktienanlagen große Gewinne erwirtschaften zu können, sich als Trugschluss erweist. Laut den Ergebnissen der Studie, die letztes Jahr im Sommer abgeschlossen wurde, wären private Anleger besser beraten, statt ihr Geld in Aktien anzulegen, es in einen Fonds zu stecken. Der Fonds wird dann die Arbeit übernehmen, was Erstellung eines Portfolios und dessen Verwaltung betrifft. Insbesondere gemessen an dem Aufwand, den eine solche Arbeit für den Laien darstellt, rechnet sich der Gewinn gar nicht bzw. ist gemäß dem Artikel in Warentest.de im wahrsten Sinne des Wortes für die Katz.

Die sogenannte Umkehrstrategie erbrachte hier die schlechtesten Ergebnisse: einen negativen Saldo; der Anleger verlor Geld. Aber auch die Dividendenstrategie und die Trendfolgestrategie brachten nur marginal Gewinne.

Regel Nummer 1

Die Regel Nummer 1 für alle diejenigen, die mit Akteinstrategien Geld machen möchten ist:

Aktiengeld ist Spielgeld.

Das bedeutet, dass das Geld, welches man in Aktien anlegt – ob man nun eine bestimmte Aktienstrategie verfolgt oder nicht –, darf kein notwendiges Geld sein, also Geld, das man sich abspart. Aktiengeld muss Geld sein, dass man übrig hat und für sich arbeiten lassen möchte. Wenn es nicht klappt, dann ist das zwar ärgerlich, aber keine Katastrophe.

Regel Nummer 2

Gleich danach kommt die Regel Nummer 2:

Aktienstrategien sind Arbeit.

Mit Aktien kann man Geld machen, aber nur wenn man selber dafür Einsatz bringt. Insbesondere hier verwundern die negativen Ergebnisse der Stiftung Warentest Studie nicht mehr, weil die dortigen praktizierten Anlagestrategien für Aktien relativ schlichte, um nicht zu sagen etwas einfallslose Vorgehensweisen waren. Verlegt man sich bei der Trendfolgestrategie nur auf das Folgen eines vorgegebenen Trends, so kann es ja nichts werden. Nur derjenige, der den Trend voraussieht und Aktien kauft, wenn sie wirklich günstig sind – nur der hat wirklich eine Chance darauf, mit seinem Geld größere Gewinne zu erzielen. Aber das kostet Zeit und Energie. Man muss sich ständig auf dem Laufenden halten und ein Gespür dafür entwickeln, was demnächst nachgefragt sein könnte.

Regel Nummer 3

Die dritte Regel bei Aktienstrategien:

Bringen Sie Zeit mit.

Und das heißt auch richtig Zeit. Wenn in der Finanzkrise ein paar ihrer Aktien dramatisch an Wert verloren haben, so ist das so lange nicht schlimm, wie Sie nicht verkaufen. Erst wenn man Aktien unter dem Einkaufswert verkauft hat, realisiert sich der Verlust. Lassen Sie die Aktien hingegen erst einmal einfach liegen für zwei, drei, fünf oder gar zehn Jahre, dann werden die Kurse irgendwann wieder anziehen.

Diese drei Regeln sind das wichtigste. Die Aktienstrategie ergibt sich dann meist von selbst.

Vielen Dank an Juliane Sakellariou für diesen Artikel.
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Vielen Dank an Olga Lvova für diesen Artikel.
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