Dax muss im Wochenabschluss Verluste hinnehmen

Juli 6, 2012 in Allgemein, Gastartikel

Artikel von Juliane Sakellariou

Die Entwicklungen an der deutschen Börse waren in der vergangenen Woche größtenteils erfreulich, da sich Anleger zunehmend erleichtert darüber zeigten, dass die Neuwahlen in Griechenland Erfolg gezeigt hatten. Die Bildung eines neuen Parlaments konnte stattfinden und da die Konservativen wieder an der Macht sind, können so auch die Sparpläne durchgesetzt werden, die nötig sind, damit das Land im Euro bleiben kann. Bei einem Austritt Griechenlands hätte niemand wirklich voraussehen können, was für einen Einfluss dies auf die Gemeinschaftswährung und seine übrigen Mitgliedsstaaten hat.

Da dieses Szenario jedoch zunächst einmal vermieden werden konnte, konnte auch der Dax von der Situation profitieren. Die Anleger verließen für eine Weile ihre zurückhaltenden Positionen und wagten sich an riskantere Käufe heran. Jürg Zeltner UBS Wealth Management CEO kann jedoch auch verstehen, dass die Anleger sich bisher zurückhaltend verhalten haben: „Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions- und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten.“

Ende der Woche konnte der Dax allerdings nur mit einem Verlust von 1,26 Prozent mit 6.262,25 Punkten schließen, da die Zuversicht durch die Bekanntgabe, dass die Ratingagentur Moody’s mehrere europäische Großbanken herabgestuft hatte, abgeschwächt worden war. Auch MDAX, SDAX und TecDAX mussten Verluste hinnehmen mit jeweils 1,90 Prozent auf 10.175,72 Punkte, 0,84 Prozent auf 4.815,79 Punkte und 0,91 Prozent auf 741,09 Punkte. Auch der Euro selbst verlor 0,07 Prozent auf den Dollar.

In den USA zeigte sich die Stimmung an den Börsen ebenfalls äußerst zuversichtlich und wurde Ende der Woche nicht so wie in Europa von den Entscheidungen Moody’s getrübt, obwohl diese auch eine Reihe an amerikanischen Großbanken betrafen, darunter unter anderem JP Morgan, Morgan Stanley, Citibank und Bank of America. Der Dow Jones konnte im Plus schließen. Wie sich der Dax in den kommenden Wochen weiter verhalten wird, ist höchstwahrscheinlich davon abhängig, wie sich Griechenlands neues Parlament mit seiner Sparpolitik schlägt. Wackelkandidat und ewiges Sorgenkind des Euroraums bleibt außerdem Spanien.

Vielen Dank an Juliane Sakellariou für diesen Artikel.
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