Die meisten Anleger handeln nicht rational, sondern emotional. Sie lassen sich von Gefühlen leiten. Es sind immer wieder die gleichen Fehler, die die Anleger machen. Wer die schlimmsten Fehltritte vermeiden möchte, muss sie kennen. Wie heisst es doch so schön “Profis machen neue Fehler. Laien immer wieder den gleichen”

Gier
Dazu gibt es den schönen Spruch “Gier frisst Hirn“. Spekulativer Erfolg macht blind für die Risiken. Eine Aktie die bereits mehrere hundert Prozent zugelegt hat, wird nicht verkauft, weil der Anleger die Erwartung hat, dass die Aktie noch weiter steigen wird. Man blendet  aus, dass die Börse keine Einbahnstrasse ist. Von fallenden Kursen will man nichts hören. Der Spatz in der Hand ist aber besser als die Taube auf dem Dach. Denn nur realisierte Gewinne, sind echte Gewinne. Deshalb sollten Aktien auch mal verkauft werden, wenn sie “nur” 10 oder 20 % gemacht haben.

Selbstüberschätzung
Viele Anleger glauben die Entwicklung der Märkte vorhersehen zu können und besser zu seien als der Markt. Durch diese  Selbstüberschätzung glauben die Anleger den besten Einstiegskurs und den besten Verkaufskurs zu kennen. Der Problem der Selbstüberschätzung tritt häufig bei Investoren auf die relativ gut informiert sind. Durch diese Selbstüberschätzung neigen die Anleger dazu die wichtigste Börsenregel, nämlich “The trend is your friend”, nicht zu befolgen.

Trägheit
Bei negativen Meldungen kommt es zu einer Unterreaktion der Anleger. Die Anleger warten erstmal ab, wie der Markt auf die negativen Meldungen reagiert. “Oh,der Kurs hat sich halbiert. Das ist jetzt bestimmt die Bodenbildung. Ich verkaufe jetzt nicht” So oder so ähnlich denken viele Anleger wenn die Kurse nach unten gehen. Wenn der Anleger dann doch irgendwann seine Aktien verkauft, ist es meistens schon zu spät. Die Bodenbildung wurde erreicht und die Kurse steigen wieder.

Verzerrte Wahrnehmung
Viele Anleger orientieren sich an vergangenen Höchstkursen und nehmen die Wirklichkeit nur noch selektiv wahr. Die Anleger stürzen sich nur noch auf Nachrichten, die Sie hören wollen. Alle anderen Nachrichten werden ausgeblendet. Es werden gedankliche Ankerpunkte gesetzt. Der Ankerpunkt ist entweder der Einstiegs- oder der Höchstkurs. Wenn der Kurs den Ankerpunkt erreicht hat, dann ist man bereit zu verkaufen.

Keine Streuung
Die meisten Anleger, wenn Sie überhaupt in  Aktien investiert sind, haben zuwenig verschiedene Aktien im Depot. Meist sind es 2 oder 3  Aktien. Das stellt aber eine erhebliches Risiko dar.  Ein weiterer Fehler ist auch, dass die meisten Anleger Heimatverliebt sind. Der Fachmann nennt diese Heimatverliebtheit “Home Bias”.  Man sollte auch mal den Blick über den Tellerrand wagen und in fremde Länder investieren.  Schliesslich bieten ausländische Märkte sehr gute Wachstumspersketiven.