Werfen Sie bei Aktienkäufen zuerst auch immer einen Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktien?
Nein? Das KGV ist aber innerhalb einer Branche ein Nützliches Hilfsmittel.
Das Kursgewinn-Verhältnis (KGV) spiegelt die Erwartungen der Aktionäre über die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens wider. Das KGV kann sowohl auf einzelne Aktien also auch auf bestimmte Aktiengruppen angewendet werden. Um den KGV zu errechnen, wird der prognostizierte Gewinn in das Verhältnis zum aktuellen Kurs gesetzt. Die Berechnung erfolgt jeweils auf eine Aktien.
Hierzu ein Beispiel:
| Kurs der Aktien | 100,00 Euro |
| Gewinn pro Aktien | 10,00 Euro |
| KGV (100/10) = | 10,00 |
Ein KGV von 10 bedeutet, dass die Aktie mit dem 10fachen des Jahresgewinnes bewertet ist. Um nun eine Aussage zu treffen, ob eine Aktie ehr günstig oder ehr teuer ist, sollte das KGV nur mit Aktien innerhalb der gleichen Branche verglichen werden. Da ansonsten ein Vergleich mit Äpfel und Birnen durchgeführt wird.
Das KGV einer Deutschen Bank wird sich stark unterscheiden zu dem KGV von BMW.
Das KGV der Deutschen Bank (Stand: 26.11.2009) beträgt = 7,00
Das KGV von BMW (Stand:26.11.2009) beträgt = 140,00
Kennen Sie noch den “Neuen Markt”? Der “neue Markt” bestand von 1997 bis 2003 und dann patzte die Blase und das Segement war nur noch Geschichte. In diesem Segment gab es bis zu 300 Unternehmen, hauptsächlich aus der Technologie-Branche. Teilweise hatten Unternehmen in diesem Markt ein KGV von über 1000! und diese Unternehmen wurden gekauft wie “warme Semmel”. Verrückt! Es konnte nicht gut gehen. Hätte man sich das KGV näher angesehen, hätte man festgestellt, dass sämtliche Unternehmen viel zu teuer waren. Aber wie heisst es doch so schön “Gier frisst Hirn“.
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