Ist es günstiger einen gleichmäßigen Anlagebetrag zu investieren oder bringt die Einmalinvestition ein höheres Endergebnis

Einen gleichmäßigen Anlagebetrag zu sparen, nennt man  Cost-Average. Dieses Verfahren wird gern bei Fondssparplänen eingesetzt. Die Idee dahinter ist nicht neu.
Hierzu mal ein Beispiel:

Angenommen Sie investieren jeden Monat 100 Euro in einen Fondssparplan.

Im August kostet ein Fondanteil 50,00 Euro. Sie bekommen also 2 Anteile für Ihre 100 Euro. Im September kostet ein Anteil 60,00 Euro. Sie kaufen also 1,66 Anteile. Einen Monat später kostet ein Anteil nur noch 30,00 Euro. Sie bekommen also 3,33 Anteile.

Insgesamt haben Sie also in diesen Beispiel 7 Anteile erworben und haben dafür 300,00 Euro investiert. Ihr durchschnittlicher Anteilspreis beträgt also 42,85 Euro. Je höher die Schwankungen (Volatilität) sind, je stärker wirkt sich der Cost-Average-Effekt aus.

Es werden also im Zeitablauf bei niedrigen Kursen mehr Anteile erworben. Der durchschnittliche Anteilspreis liegt somit niedrigen, als wenn Sie eine Einmalzahlung im August (50,00) oder September (60,00) Euro durchgeführt hätten. In diesem Beispeil wäre hätte sich der Cost-Average-Effekt positiv für Ihr Endkapital ausgewirkt.

Was wäre aber, wenn wir die Zeitreihe über einen längeren Zeitraum betrachten würden. Würde  dann der Durchschnittskurs immer noch die Einmahlzahlung schlagen?

Nein. Untersuchungen haben  ergeben, dass die Einmalinvestition zu einem höheren, mittleren Endergebnis führt, weil die Investition eine höhere Volatilität besitzt als der Sparplan.

Weitere Informationen siehe:
http://www.sfb504.uni-mannheim.de/publications/dp02-51.pdf